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Was sind eigentlich Baptisten?

Baptisten sind - weltweit gesehen - die größte evangelische Kirche.
Der Name ist vom griechischen Wort “baptistein“ = “taufen“ abgeleitet.

Die 1834 von dem Hamburger Kaufmann Johann Gerhard Oncken (1800-1884) in Deutschland gegründeten Baptisten praktizieren die Taufe der Glaubenden und lehnen die Kindertaufe als unbiblisch ab. Die Gemeinden sind relativ überschaubar, da sie nur aus getauften Mitgliedern bestehen. Dadurch entsteht oft eine familiäre Atmosphäre. Die Gottesdienste sind jederzeit offen fü Gäste.

In Deutschland gehören die Baptisten zum Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden. Wie andere Freikirchen auch, legen die Baptisten Wert auf eine bewusste und mündige Glaubensentscheidung als Grundlage für eine Gemeindemitgliedschaft. Von Getauften wird erwartet, dass sie sich mit ihren Gaben und Möglichkeiten in die Gemeinde einbringen und gemeinsam mit anderen Christen die Liebe Gottes für alle Menschen erfahrbar machen.

Die einzelnen Gemeinden sind gegenüber dem Bund eigenständig. Sie finanzieren und verwalten sich selbst. Die Haushalte werden aus freiwilligen Beiträgen der Mitglieder bestritten.

Die Baptisten unterscheiden sich von anderen (Landes-)Kirchen durch ihre Taufpraxis und ihr Gemeindeverständnis. Im Gemeindeleben wird das “Laienelement“ stark betont. Nach baptistischen Verständnis gibt es keine kirchliche Handlung, die ausschließlich “Amtsträgern“ vorbehalten wäre.